Presseartikel, Berichte, Protokolle

Tag der Natur 2018 in Matzendorf

Wieselbauten beim Mühliweiher

Am 10. März 2018 wurde in Matzendorf der «Tag der Natur» der Gemeinde bei leider nicht so schönem Wetter durch die Umweltschutz-kommission durchgeführt.

Dazu fanden sich insgesamt 20 Personen ein, welche den Nachmittag oder sogar ganztägig ihre Freizeit zugunsten dieses Anlasses einsetzten. Unter den helfenden Händen waren Vertreter der Umweltschutzkommission, Werkhof, Naturschutz, -Vogelschutz und Pilzverein Matzendorf (nvpm), Interessengemeinschaft Naturschutz Thal(INT), Wandergruppe, Verschönerungsverein und Private.

Die Umweltschutzkommission blickt zufrieden auf diesen Anlass zurück, denn es konnten alle geplanten Arbeiten ausgeführt werden. Schnittgut wurde am Morgen durch neun freiwillige Helfer geschnitten und der Hecke entlang platziert. Am Nachmittag beförderte eine Mehrzahl der 20 Helfer das Schnittgut zum Wegrand des Rotacker, wo es zum Häckseln bereitgelegt wurde. Die Hecke in der Breitrütti wurde durch Helfer ausgelichtet und die Abschnitte auf kleine Haufen in der Hecke deponiert, dies ist für die Lebe-wesen sehr wichtig. Gleiches geschah mit weiteren Helfern beim Mühliweiher, da wurden zugleich auch zwei Wieselbauten errichtet.

 

Um 16 Uhr, nach getaner Arbeit, liessen die Helfer den Arbeitstag gemütlich beim traditionellen Zvieri bestehend aus Stübis «Matzedörferli» mit Brot und anschliessendem Kaffee und Nicks «Russenzopf» ausklingen.

 

Vielen Dank all den Helfern, die sich Zeit genommen haben für die Natur etwas Gutes zu tun, eure Umweltschutzkommission Matzendorf.

62. Generalversammlung des Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzvereins Matzendorf

Matzendorf. Unter neuer Führung am Aufstieg festhalten!

Der Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf blickt anlässlich seiner 62. Generalversamm-lung auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück und schliesst die Lücken im Vorstand. So das erfreuliche Fazit mit dem der Ehrenpräsident Daniel Fankhauser die 26 anwesenden Teilnehmer im Rest. Sternen in Matzendorf begrüssen kann. In seinem Jahresbericht lobt er die im letzten Jahr dezimierte Vereinsfüh-rung, welche noch näher zusammengerückt ist und die Aufgaben der verwaisten Vorstandschargen mit Bravour überbrückt hat. Das für 2016 geplante Jahresprogramm wurde sogar noch um eine winterliche Wasservogelexkursion ergänzt, so dass total vier Exkursionen mit Schwerpunkten in Ornithologie, Bota-nik oder Pilzkunde durchgeführt werden konnten. Zudem wurden an zwei Arbeitstagen die Lebensräume unserer Pflanzen, Vögel und Kleintiere gehegt und gepflegt, eine Standaktion anlässlich der Turnhallen-einweihung organisiert und eine Vereinsreise im heimischen Thal unter die Füsse genommen. Der Gön-nereinzug bietet nebst der wichtigen finanziellen Komponente dem Verein beste Gelegenheit mit den Bewohnern persönlich ins Gespräch zu kommen und sie auf die Wichtigkeit der Naturschutzanliegen hinzuweisen. Der nvpm nimmt an Projekten wie dem Artenförderungsprogramm des Schweiz. Vogel-schutzverbandes für Turmfalken und Schleiereulen teil und mit der Errichtung eines Turmhotels an der Förderung von Mehlschwalben. Im Weitern stehen der Bezug des Vereinslokals im ehemaligen Schützen-haus und die Begleitung der Reaktivierung des Mühliweihers mit der Übernahme des Unterhalts an. Da-mit wird klar, dass sich die knapp 60 Mitglieder des nvpm mit grosser Motivation und noch grösserem Einsatz für die Gemeinde Matzendorf und deren Bewohner ins Zeug legen. Nicht mit Wehmut sondern mit Stolz darf der Ehrenpräsident zudem verkünden, dass der Vorstand nach dem Übergangsjahr wieder vollzählig ist und mit den neu Gewählten - Corina Roth als Präsidentin, Roland Haefeli als Vize-Präsi-denten und Pascal Zimmermann als Aktuar - die künftigen Aufgaben zu meistern gedenkt. Mit dieser äusserst positiven Bilanz übergibt er die Leitung des Vereins während der Generalversammlung mit Überzeugung an die neue Präsidentin und wünscht ihr und dem Verein alles Gute. Von der Kassierin Maya Dobler ist zu vernehmen, dass die Finanzen im Lot sind, was die Revisoren Regula Meister und Hubert Uebelhart bestätigen können. „Wenn ich einen grünen Zweig im Herzen trage, wird sich ein Singvogel darauf niederlassen“, so lautet das das neue Jahresmotto, welches den merklich guten Ver-einsgeist widerspiegelt. Das gemeinsame Nachtessen, die Fotopräsentation der Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr und die angeregten Gespräche bis hin zur Polizeistunde zeugen davon.

Fad, 03.03.2017

Pilzexkursion vom 25. September 2016 in Matzendorf

Unsere Ausbeute; bereit zur Begutachtung.

Gespannt durfte man sein, was die diesjährige Pilzexkursion des Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzvereins Matzendorf in diesem Jahr den 16 teilnehmenden Personen bieten wird. Die klimatischen Bedingungen waren im Vorfeld milde gesagt nicht optimal, um auf eine reiche Vielfalt an Pilzexemplaren zu treffen. Der schöne aber zu trockene Sommer liess die Pilze nicht im erhofften Masse wachsen. Einige Exkursionsteilnehmende brachten vorsichts-halber denn auch schon am Vortag gefundene Pilze zur Besammlung mit. Mit Pilzkörben ausgerüstet und gut gelaunt schickte sich die gemischte Schar aus Pilz-Kennern und „blu-tigen“ Anfängern unter der Leitung des Pilz-experten Markus Flück an, auf ihrem Rundgang im Gebiet der Lebern möglichst viele Pilze zu entdecken. Wie gewöhnlich waren alle darauf bedacht, eine grösstmögliche Vielfalt zu ernten; vom Speisepilz über solche, die nicht zum Ver-zehr geeignet sind (keine Speisepilze), als auch giftige Exemplare. Zum Erstaunen gelang dies auf dem rund 2-stündigen Exkurs sehr anspre-chend. Damit sah sich der Exkursionsleiter bei der anschliessenden Präsentation der gesam-melten Ware wiederum stark gefordert. In ge-wohnt souveräner Manier erklärte er den gespannt wartenden Exkursionsteilnehmenden, die sich um den Präsentationstisch versammelt hatten, die Eigenheiten der gefundenen Pilze, deren Merkmale zur Bestimmung, die Lebensgemeinschaften mit ihren Baumpartnern und natürlich die möglichen Verwendungsarten der vorliegenden Pilze. So manches liess die anwesenden Personen erstaunen darob, was die Natur im Bereich der Mykologie (Pilzkunde) hervor zu bringen vermag. Das Echo der zum Teil von weit angereisten Exkursionsteilnehmenden (Kt. Basel-Landschaft) war schliesslich einhellig. Es hatte sich wiederum gelohnt den Sonntagmorgen dafür einzusetzen, einen kleinen Teil unserer Natur und deren Zusammenhänge zu sehen und besser kennen zu lernen. Mit einem kleinen Imbiss und Getränken bedankte sich der organsierende nvpm bei den Teilnehmenden herzlich.

61. Generalversammlung vom 26. Februar 2016 - Rezepte für ein erfolgreiches Vereinsleben

Bereits zum 61. Mal konnte heuer der Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf (nvpm) seine ordentliche Generalversammlung abhalten. Das Interesse war gross, galt es doch wichtige Ent-scheidungen zu treffen, wohin die Zukunft den nvpm führen wird. 27 Mitglieder fanden an diesem Abend den Weg ins Rest. Rössli in Matzendorf, darunter 3 Ehrenmitglieder. Der Präsident hielt in seinem Jahresbericht kurz Rückschau auf die Höhepunkte des vergangenen Vereinsjahres. Dazu zählten der erstmals durchgeführte Kurs „Stunde der Gartenvögel“ mit dazugehörender Exkursion im Anwesen des ehemaligen Dorfarztes, die überdurchschnittlich gut besuchte Botanikexkursion im Wald oberhalb der Längägerten, die gesellige Vereinsreise ins Herz des Emmentals und schliesslich eine kurzweilige Win-terexkursion am Aarelauf zwischen Bannwil und Berken. Während am „Tag der Natur“ einige Lebens-räume der Vögel und Kleinlebewesen gehegt und gepflegt werden konnten, mussten die Nisthilfen der Vögel wie jedes Jahr gereinigt und instand gestellt werden. Brutkontrollen und Beringungsaktionen wurden durch fleissige Mitglieder ebenso zuverlässig durchgeführt wie das Auslichten der Biotope an-lässlich des Natur-Pflege-Tages im Herbst. Der Präsident erinnerte daran, dass ein Dorfverein nur mit ehrenamtlicher Arbeit Erfolg haben kann und zitierte einige Rezepte für ein erfolgreiches, attraktives und farbenfrohes Vereinsleben. Der Kassabericht konnte trotz Minusergebnis gutgeheissen werden. Die Mutationen führten zu einem aktuellen Mitgliederbestand von 60 Einzelmitgliedern. Im Vorstand blieben die Anstrengungen zur Wiederbesetzung der Führungsposition, welche durch die angekündigte Demission des Präsidenten eine Lücke entstehen liess, leider noch nicht von Erfolg gekrönt. Nach 32 Jahren aktiver Mitgliedschaft, davon 14 Jahre als Vizepräsident, trat zudem Hans Meister-Jorns von seiner Vorstands-tätigkeit zurück. Mit ihm wurden weitere verdienstvolle Mitglieder für ihre langjährigen Vereinszuge-hörigkeiten gebührend geehrt. Auf Antrag aus der Versammlung wurde der abtretende Präsident Daniel Fankhauser zum Ehrenpräsidenten gewählt. Künftige Beitragserhöhungen des Schweizerischen Vogel-schutzverband/birdlife.ch, als auch zu erwartende Mehrausgaben im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Vereinslokals stiessen beim Antrag des Vorstandes zur Erhöhung des Jahresbeitrags auf Ver-ständnis. Das Jahresprogramm 2016 verspricht wiederum Exkursionen, gesellige Anlässe und Arbeits-einsätze für alle Alterskategorien und Interessensgemeinschaften eines Naturschutzvereins. Aktuelle Instandstellungsarbeiten an der Meteowasserfassung und der Leitungsführung lassen es zu, dass der Müliweiher durch das entsprechende Förderprogramm des Naturparks Thal seit kurzem wieder mit genügend Wasser gespiesen wird. Das Ziel ist, dass dadurch nebst Amphibien und Reptilien vermehrt auch wieder Wiesel Zugang und Unterschlupf finden werden. Der nvpm wird für den ordentlichen Un-terhalt dieses interessanten Lebensraumes weiterhin zuständig sein. Aufgrund der umfangreichen Traktanden mutierte die vom Verein als Abendessen offerierte Mahlzeit im Anschluss an die Versamm-lung zum eigentlichen „Nacht“-Essen. Das hielt die Teilnehmenden jedoch nicht ab, bei angeregten Gespräche die gute Stimmung bis gegen Mitternacht aufrechtzuerhalten und zufrieden nach Hause zu gehen.

Winterexkursion zur Vogelraupfi in Bannwil BE

Am Samstag, 30. Januar 2016 besuchten 14 Mitglieder des nvpm den Aareabschnitt zwischen dem Kraftwerk in Bannwil und Berken. Das milde und windige Wetter trug dazu bei, dass weit weniger Wintergäste in der sogenannten Vogelraupfi auf der Aare anzutreffen waren als gewohnt. Trotzdem gelang es dem Exkursionsleiter Roland Haefeli die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden mit einzelnen Besonderheiten aus der Natur- und Tierwelt zu gewinnen. Mit den beiden mitgeführten Fernrohren war es zudem ein Genuss dem Silberreiher auf der Pirsch oder den Kormoranen auf deren Stamm-Baum zuzusehen. Und dem Gänsesäger war es auch nicht zu schade sich auf der Aare treiben zu lassen um dann wieder zurück zu fliegen, um abermals die Strömung der Aare zu nutzen. Mit dem Kleinbus ging es schliesslich zurück nach Matzendorf, wo der nachmittägliche Ausflug mit einem Umtrunk im Rest. Rössli abgeschlossen werden konnte.

Grosses Interesse anlässlich Waldexkursion in Matzendorf

Matzendorf. Optimale Bedingungen umrahmten die von über 30 Teilnehmenden besuchte naturkundliche Exkursion des Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzvereins Matzendorf zum Thema Lebensraum Wald.

Besser hätten sich die äusseren Verhältnisse für diese mit Spannung erwartete Exkursion nicht präsentieren können. Der laue, wolkenlose Abend lockte viele Interessierte zum Ausgangspunkt bei der Längägerten oberhalb Matzendorfs. Dem organisierenden nvpm war es gelungen,  mit Josef Borer einen äusserst versierten Exkursionsleiter zu gewinnen. Der Revierförster aus Breitenbach versteht es vorzüglich, mit seiner Sachkenntnis die Teilnehmenden zu fesseln und sie auf die Bedürfnisse sowohl der Waldbesitzer als auch der Natur hinzuweisen. Während des zweistündigen Rundgangs wies der Exkursionsleiter immer wieder auf den für viele Lebewesen wichtigen Anteil von Totholz hin. Nebst weiteren Informationen zu vielen, prächtig blühenden Pflanzen konnte auch einiges über Krankheiten einzelner Baumarten erfahren werden, so etwa über das Eschensterben oder die Buchenspringrüssler. Und dass der starke Rückgang einzelner Schmetterlinge mit dem Darben ihrer Futterpflanzen einhergeht,  löste zusätzliches Erstaunen aus. Während bei den Vogelstimmen nicht mehr alle die hohe Frequenz des singenden Sommergoldhähnchens zu vernehmen mochten, konnte  der schöne Gesang der Singdrossel  vollends alle beglücken. Dass bei  so zahlreich erschienenen Exkursionsteilnehmenden die Aufmerksamkeit bis zuletzt aufrecht erhalten blieb, ist einerseits den interessanten Ausführungen des Exkursionsleiters und andererseits der sehr guten Disziplin der Teilnehmenden zu verdanken. Im Anschluss an den Rundgang offerierte der nvpm beim Güggeliplatz allen eine Wurst vom Grill, dazu Getränke und Kaffee mit Kuchen. Obwohl einige Anwesende noch einen weiten Rückweg unter die Räder nehmen mussten – eine Frau war extra aus Zürich angereist – wurde noch eifrig in die hereinbrechende Nacht hinein von den Naturschätzen vor unserer Haustüre geschwärmt.

 

Matzendorf, 07. Juni 2015/FAD

60 Jahre im Dienste des Natur- und Vogelschutzes

Der Präsident des Kantonalen Vogelschutzverbandes, Thomas Lüthi (links), gratuliert dem Präsidenten des nvpm, Daniel Fankhauser, zum Jubiläum

Matzendorf. Damit der 60. Generalversammlung ein würdiger Rahmen beschieden werden konnte, lud der jubilierende Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf (nvpm) zusätzlich einige Gäste ein. Unter ihnen weilten z.B. der Gemeindepräsident von Matzendorf, Marcel Allemann oder auch der Präsident des Kantonalen Vogelschutzverbandes, Thomas Lüthi. Nach dem Begrüssungsapéro eröffnete der Präsident Daniel Fankhauser die Jubiläums-GV im mit 38 Personen besetzten, schön hergerichteten Saal des Pfarreiheims. Die im Jahresbericht des Präsidenten zusammengefass-ten Ereignisse, rückblickend auf die letzten 10 Jahre, liess den Verein in einem sehr aktiven Licht erscheinen. Durch 7 Neueintritte stieg die Mitgliederzahl des Dorfvereins fürs neue Jahr auf über 60. Zwei Rücktritte - aus dem Vorstand Beisitzerin Regula Meister sowie Rechnungs-revisor Bernhard Fluri - konnten zur Freude des Vorstandes durch neue bzw. bewährte Kräfte (Christoph Fluri und Regula Meister) kompensiert werden. Kam dazu, dass die Kassierin Maya Dobler einen positiven Rechnungsabschluss verkünden konnte und demzufolge der Jahresbeitrag auf dem Niveau der Vorjahre beibehalten werden kann. Im neuen Jahresprogramm sind sowohl verschiedene Pflegeeingriffe an Hecken und Biotopen vorgesehen, als auch traditionelle Exkursionen mit den Schwerpunkten Vogelkunde und Botanik. Im September findet an zwei Tagen die beliebte Pilzausstellung mit Festwirtschaft statt. Erstmals nimmt der nvpm zum Thema „Biodiversität im Siedlungsraum“ an der mehrjährigen Kampagne des Schweizerischen Vogelschutzvereins birdlife.ch teil. Hierbei gilt es möglichst viele Dorfbewohner dafür zu gewinnen, an einem Wochenende im Mai während 1 Stunde die im Garten anzutreffenden Vögel zu identifizieren und zu notieren. Unterstützung bei dieser „Stunde der Gartenvögel“ wird der Verein durch einen theoretischen Einführungskurs und eine praktischen Exkursion anbieten. Ob der vielen für die Organisatoren herausfordernden Aufgaben wird der Verein seine Mitglieder im Juni mit einer Vereinsreise ins Emmental belohnen. Auf Antrag des Vorstandes bewilligten die Mitglieder zudem einen Rahmenkredit für die Herstellung und die Montage eines Mehlschwalbenturms. Roland Haefeli orientierte schliesslich die Anwesenden über seine Beringertätigkeit und den weiteren Verlauf der Instandstellung des Projektes Mühli-Biotop. Gratulationen durften die Mitglieder Corina Roth für den erfolgreichen Abschluss des Grundkurses in Ornithologie und für die Ausbildung als Heilpflanzen-Fachfrau als auch Roland Haefeli zum Diplom als Exkursionsleiter in Ornithologie entgegen nehmen.  Die Präsidenten des Kantonalen Vogelschutzverbandes VVS, Thomas Lüthi und des NSV Erschwil, Josef Borer, wünschten zum Schluss des geschäftlichen Teils dem nvpm persönlich weiterhin alles Gute. Sämtliche Anwesenden wurden im 2. Teil durch den nvpm zu einem schmackhaften Nachtessen eingeladen. Für viel Gesprächsstoff war gesorgt, verlief doch der Abend unter dem Motto „zu Gast bei Freunden“.

10.03.2015/fad

Den heimischen Pilzen auf der Spur ...

11. Okt, 2014
Herbstzeit ist Wild- und Pilzzeit. Ein Slogan der Einigen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Nur was ist ein Wildgericht ohne Pilze auf dem Teller? Oder darf es gar ein herbstliches Pilz-pastetli oder eine Pilzschnitte mit selbst gesuchten Waldpilzen sein? Damit es danach nicht zu unangenehmen Folgen kommt, sollten keine giftigen Pilze den Weg in den Sammelkorb und schon gar nicht in den Magen finden. Und dafür gibt es nur ein Rezept; sich mit den Eigenheiten der Pilze auseinandersetzen um diese zweifelsfrei bestimmen zu können.
Matzendorf. Gelegenheit dazu bietet der Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf (nvpm) allen Interessierten jeweils im Herbst , wenn zur Pilzexkursion eingeladen wird. Unter der Leitung eines ausgewiesenen Pilzexperten - in diesem Jahr war es der bekannte Pilzbuchautor und Pilzkontrolleur Markus Flück aus Laupersdorf - sammelten die Teilnehmenden mit ihren Pilzkörben auf der zuvor bestimmten Route von Matzendorf hinauf zum Rest. Obere Wengi fleissig grosse und kleine Pilze aller Gattungen. Auf dem Weg zum Ziel gab es zwischen den Kennern der Szene und den Laien angeregten Meinungsaustausch und etliche Statements, ob jetzt dieser oder jener entdeckte Pilze zum Verzehr geeignet sei oder eher mit Unwohlsein oder Bauchschmerzen zu rechnen wäre. Unter den Teilnehmenden waren selbst die Insider nicht immer derselben Ansicht. Den Höhepunkt dieser Pilzexkursionen bildet wie gewohnt die abschliessende Auslegeordnung. Dann wird nämlich sämtliches Sammelgut aus den Pilzkörben auf einen grossen Tisch gelegt, nach Art, Gattung und Familien sortiert und vom leitenden Pilzexperten Stück für Stück bestimmt. Hierbei präsentieren sich jeweils solche für die Gegend und die Jahreszeit typische Pilze, als auch eher selten vorkommende Exemplare. Solche die sich bestens zum frisch zubereiteten Verzehr oder eher für die Trocknung eignen, damit das Aroma so richtig zum Tragen kommt. Das fehlerfreie Bestimmen der ungeniessbaren, giftigen oder gar tödlich giftigen Pilze ist im Pflichtenheft des Pilzkontrolleurs. Je nach Alter und Zustand sind die äusserlichen Unterschiede solcher Pilze nur marginal festzustellen. Umso erstaunlicher ist dann die Analyse und die Merkmalbestimmung des Experten. Während sich die Exkursionsteilnehmenden um den Tisch mit dem Sammelgut scharen, lauschen sie gespannt den Ausführungen des Fachmannes.
Wie jedes Jahr waren viele der 24 Teilnehmenden dieser Pilzexkursion mit zum Teil hohen Erwartungen angereist. Sie wurden abermals nicht enttäuscht. Die Pilzkunde ist so umfangreich, dass ein jeder Teilnehmer und eine jede Teilnehmerin mit grossem Erstaunen und noch grösserem Lernerfolg nach Hause gehen kann. Selbstverständlich liess es sich dieses Mal die Mehrheit der Exkursionsteilnehmenden nicht nehmen, vor dem Rückmarsch nach Matzendorf die Kochkünste der freundlichen Wirtefamilie Lisser im Bergrestaurant Obere Wengi zu kosten. Auch ohne Pilzgericht war’s ein richtiger Schmaus!

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

25. Apr, 2014/Fad
Die Kinderzeitschrift des Schweiz. Vogelschutzverbandes SVS/BirdLife Schweiz wird dieses Jahr 15 Jahre alt. Zeit also für etwas frischen Wind - und für eine neue, noch kindgerechtere Gestaltung!

Es war im September 1999, als die junge Krähe namens Koni ihren ersten Auftritt hatte – in der ersten Ausgabe der Kinderzeitschrift «Ornis junior». Seitdem führt der lustige Rabenvogel die Leserinnen und Leser durch jedes Heft, mal mit frechen Sprüchen, dann wieder mit fundiertem Wissen über die Natur.
Jetzt, nach beinahe 15 Jahren und 59 Ausgaben, ist es Zeit für eine Auffrischung des Kindermagazins. Das Layout, die Schriften, die Rubriken – alles wurde von der Redaktion auf den Prüfstand gestellt und wo möglich verbessert. Entstanden ist so ein hoffentlich noch zeitgemässeres und noch spannenderes Heft, das die Kinder der Unter- und Mittelstufe bestmöglich ansprechen und sie für die Natur begeistern möchte. Auffällig ist die neue Gestaltung. Neu ist aber auch der Comicstrip «Till & Ann» mit zwei naturbegeisterten Kindern als Protagonisten. In der Rubrik «Saison» beantwortet die Redaktion Fragen rund um die Natur, und eine ganze Seite ist neu mit Rätseln gefüllt. Was sich bewährt hat und deshalb gleich bleibt, ist der fünfseitige Hauptartikel, der Bericht einer Jugendgruppe sowie der zweiseitige Comic «Koni Kräh», der die Kinder seit der ersten Ausgabe begeistert. Und natürlich wird die Jungkrähe Koni auch künftig durch das Heft führen – denn interessanterweise ist der Frechspatz in den 15 Jahren kein bisschen gealtert – und jetzt sogar noch etwas frecher und kecker geworden.
Kennen Sie ein Kind, das das Ornis junior noch nicht bekommt? Schenken Sie ihm das Heft doch auf den Geburtstag oder auf die Ostern. Koni freut sich auf Ihre Bestellung! (Auszug aus dem Ornis 2/2014)

Das Jahres-Abo von ORNIS junior (4 Ausgaben) kostet Fr. 20.--, für Mitglieder Fr. 18.-- und als Sammelbestellung beim nvpmatzendorf Fr. 12.--. Probenummern können gratis bestellt werden.

Überschrift

Balsthal, 17. März 2014                                                                                                                    

Medienmitteilung      von Sandra von Ballmoos, Kommunikation, Naturpark und Region Thal                                                                         

Tage der Natur in den Gemeinden des Naturpark Thal – Rückblick Matzendorf

Zwei Hecken ins richtige Licht gerückt

Die zwei Hecken im Längenmoos und in der Breitrütti Matzendorf sind deutlich ausgelichtet. „Wir sind weiter gekommen, als erwartet“, sagt Roland Haefeli, Leiter Werkhof Matzendorf, nach dem Tag der Natur am Samstag. Die vier Vorarbeiter und die rund 20 Freiwilligen haben motiviert angepackt.

„Wer die Hecke im Längenmoos vorher gesehen hat, soll bitte nicht erschrecken. Wir haben zu viert den ganzen Morgen gefällt. Es gibt viel aufzuräumen“, sagte Roland Haefeli. Der Leiter des Werkhofs Matzendorf begrüsste am Samstagmittag die Freiwilligen zum Tag der Natur in Matzendorf. Viele der rund 20 Helfer sind Mitglieder des Natur-, Vogelschutz- und Pilzvereins Matzendorf.

Dass es im Längenmoos nötig ist, so viel auszuholzen, haben Roland Haefeli und Georg Koch im Vorfeld an einer Begehung festgestellt und bestimmt. „Dieser dichten Hecke mussten wir einmal richtig zu Leibe rücken, sonst wären wir in zwei Jahren schon wieder hier im Einsatz“, erklärt Roland Haefeli. Als Dank für den guten Einsatz im Längenmoos und in der Breitrütti gab es für alle Freiwilligen am Nachmittag nach der Arbeit ein Zvieri, teils gar selbstgebacken von Katja Gerber, offeriert vom Naturpark Thal.

Pressemitteilung Generalversammlung nvpm 2014

Vorstand mit Hans Meister-Jorns Ehrenmitglied (h.M.) und Corina Roth-Wilhelm, Aktuarin (v.M.)

Neues Ehrenmitglied gewählt und Vorstand komplettiert

Matzendorf. 59. GV des Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzvereins

Der Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf lud unlängst zur 59. Generalversammlung in den Gasthof Sternen. Der Präsident Daniel Fankhauser konnte insgesamt 20 Mitglieder willkommen heissen. In seinem Jahresbericht blickte er u.a. zurück auf die erfolgreichen Anlässe des letzten Jahres. Zum einen auf die ornithologische Bezirksexkursion, die mit rund 60 Teilnehmenden viele Naturfreunde des Thals nach Matzendorf lockte, zum anderen auf die begeisternde Dorfexkursion zum Thema „Bienen und Blüten – ein starkes Team" und nicht zuletzt auf die Pilzexkursion von Ende September in Kestenholz. Zusätzlich beteiligten sich etliche Mitglieder an Arbeitseinsätzen zur Pflege der natürlichen Lebensräume, wie dem Tag der Natur, der koordinierten Bekämpfung der invasiven Neophyten oder dem Natur-Pflege-Tag des nvpm im Grenzgebiet Matzendorf-Laupersdorf. Besonders hob der Präsident die Einsatzbereitschaft vieler Vereinsmitglieder hervor, wenn diese gefordert ist und dazu persönlich aufgerufen wird. Damit lässt sich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Sollten sich nämlich die seit längerer Zeit gemachten Anstrengungen bezahlt machen, könnte in der Geschichte des nvpm ein weiterer Meilenstein gesetzt werden. Ein bei der Gemeinde eingereichtes Nutzungsbegehren für leerstehende Räumlichkeiten ist noch pendent. Verhaltener Optimismus ist angebracht, engagiert sich doch der Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf seit fast 60 Jahren stark für die Beibehaltung der naturnahen Lebensqualität rund ums Dorf und um die Vermittlung kultureller Werte an die Adresse der Dorfbevölkerung. Der Vorstand schätzt sich glücklich, mit der Einführung der neuen Homepage www.nvpmatzendorf.ch zu Jahresbeginn wieder aktuell im weltweiten Netz vertreten zu sein und ab April 2014 die 10. Ausgabe des beliebten Informationsorgans „Das Blatt" mit vielen Themen rund um den Naturschutz und den Verein allen interessierten Personen zur Verfügung zu stellen. Der nvpm ist damit rechtzeitig für die im Jahr 2015 anstehenden Feierlichkeiten zum 60-Jahr-Jubiläum gut gerüstet. Weil auch die Vereinsfinanzen im Lot sind und der Vorstand komplettiert werden konnte, dürfen sich die 57 Mitglieder, etliche Gönner und Naturschutz-Freunde auf weitere interessante Augenblicke in der Natur und gemütliche Stunden im Kreis des nvpm freuen. Das dem so ist, drücken die zahlreichen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften von Vereinsangehörigen aus. Während 40 Jahren besonders verdient gemacht hat sich der aktuelle Vize-Präsident Hans Meister-Jorns, der durch die Generalversammlung zum Ehrenmitglied gekrönt wurde. Die Anlässe im neuen Vereinsjahr werden unter dem Motto „Ohne Dich kein Wir- Wir stehen für die Natur ein" organisiert. Eine gute Gelegenheit, gemeinsam für die Anliegen des Vereins einzustehen: für eine intakte Natur zugunsten der gegenwärtigen und nachfolgenden Generationen. Das im Anschluss an die Versammlung offerierte Nachtessen bot ausgiebig Gelegenheit, sich bis zu später Stunde über die vergangenen und zukünftigen Erlebnisse in der Natur auszutauschen.

Matzendorf, 8. März 2014/Fad

 

Vogel des Jahres 2014 - Die Waldohreule

Porträt der Waldohreule

Die Waldohreule, Vogel des Jahres 2014 des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz, braucht halboffene Lebensräume. Sie liebt insbesondere fliessende Übergänge zwischen Wald und Kulturland mit lichten Waldpartien, Magerwiesen sowie Hecken- und Obstgartenlandschaften im angrenzenden Kulturland. Sie brütet im Waldrandbereich und in Feldgehölzen und jagt im Kulturland vor allem Feldmäuse.

Häufig, aber unsichtbar

Die Waldohreule ist eine der häufigsten Eulenarten der Schweiz. Sie brütet im Mittelland und im Jura sowie in den Alpentälern bis gegen 1500 Meter Höhe. Doch kaum jemand sieht sie aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise. Erst in der Dämmerung wird sie aktiv und geht auf Mäusejagd. Den Tag verschläft sie auf einem Baum sitzend. Mit ihrem gelblichbraunen Gefieder mit einer dunklen rindenähnlichen Marmorierung ist sie dabei gut getarnt. Ihr leiser, rauer Ruf, ein kurzes „Hu“, ist nicht weit zu hören. Im Winter finden sich bis zu einem Dutzend Waldohreulen auf dem gleichen Schlafbaum ein. In strengen Wintern suchen sich Waldohreulen auch Schlafbäume im geschützteren Siedlungsraum.

Ohren, die keine Ohren sind

Besonders auffällig und namensgebend an der Waldohreule sind die grossen, oft aufgestellten Federohren. Entgegen der Bezeichnung dienen diese aber nicht zum Hören. Die Eule setzt sie zusammen mit ihrem Gesichtsschleier vor allem für ihre Mimik ein. Steil aufgerichtete Ohren weisen auf eine Beunruhigung hin. Als einzige Vogelfamilie haben die Eulen beide Augen vorne im Gesicht wie der Mensch. Dank 14 Halswirbeln und einer enormen Drehfähigkeit derselben können Eulen den Kopf aber bis 270 Grad drehen. Somit können die Eulen sogar sehen, was hinter ihrem Rücken passiert ohne ihren Körper drehen zu müssen.

Je mehr Mäuse desto mehr Junge

Die Fortpflanzung der Waldohreulen ist stark mit der Grösse der Mäusepopulation gekoppelt. In guten Mäusejahren legt die Waldohreule bereits Ende Februar 6-8 Eier, in durchschnittlichen Jahren erst ab Mitte März 3-5 Eier. Die Jungen schlüpfen nach 25-30 Tagen und verlassen nach 2-3 Wochen noch flugunfähig und im Daunenkleid das Nest. Dann hocken sie als sogenannte Ästlinge auf Baum-ästen und regen ihre Eltern mit einem hohen Fiepen zum Füttern an. Erst ab der 10. Woche können sie selber jagen.

Gewiefte Jägerin, einseitiges Menu

Die Waldohreule ist eine vorzügliche Jägerin. Ihr Erfolgsrezept liegt wie bei allen Eulenarten in ihrem einzigartigen Gefieder, welches einen nahezu geräuschlosen Flug erlaubt. Ein samtiger Bewuchs auf den Federn und gezahnte Ränder verwirbeln die Luft, so dass keine Fluggeräusche entstehen. Ihre Beute spürt sie mit ihrem guten Gehör auf. Zu 90% frisst die Waldohreule Feldmäuse. Sie verschmäht aber auch Vögel, Amphibien und Reptilien nicht.

Der Lebensraum der Eule verschwindet still und heimlich

Früher waren die Übergangsbereiche zwischen dem Wald und den Ackerflächen sehr vielfältig. Lichte Waldpartien, Hecken, Feldgehölze und Obstgärten mit Magerwiesen dazwischen boten der Waldohreule optimale Lebensräume. Heute sind der dichte Hochwald und das intensiv genutzte Kulturland meist messerscharf abgegrenzt. Die einstmals breite Übergangszone ist auf eine Linie zusammengeschrumpft. Damit verschwindet aber auch der Lebensraum der Waldohreule und zahlreicher weiterer Tier- und Pflanzenarten. Die Waldohreule braucht einen halboffenen Lebensraum mit Wiesen, Weiden, Wald und Hecken.

Förderung von Übergangsbereichen Wald - Kulturland

Lichte Wälder und strukturreiches Kulturland können zusammen wieder ausreichend grosse Lebensräume bilden für Waldohreulen und viele andere Tier- und Pflanzenarten, wenn sie je mindestens 100- 200 Meter breit und einige Hundert Meter lang sind. Gebietsweise gibt es noch entweder lichte Wälder oder strukturreiches Kulturland. Die Kombination von beidem kann der Waldohreule und vielen weiteren Arten zu neuem Lebensraum verhelfen. Energieholznutzungen und Beiträge in der Landwirtschaft sind jetzt wieder eine Chance, solche Lebensräume neu zu schaffen.

Quelle: SVS birdlife.ch

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